HILFE BEI KIEFERGELENK-KNACKEN UND ZÄHNEKNIRSCHEN
Was bedeutet CMD und wie äußert sich diese Störung?
- Zähneknirschen, Zähnepressen und Zungenpressen
- Kiefergelenk-Knacken und Kiefergelenk-Schmerzen
- Eingeschränkter Mundöffnung oder Kiefersperre
- Starker Abnutzung der Zähne
- Erhöhter Zahnempfindlichkeit bei Kälte und Wärme
- Kopf- und Schläfenschmerzen
- Verspannungen der Hals- und Nacken-Muskulatur

Die möglichen Ursachen der Cranio-Mandibulären Dysfunktion
Die Behandlung der Cranio-Mandibulären Dysfunktion
In der Zahnarztpraxis

Mit Kieferorthopädie

Mit Physiotherapie oder Orthopädie

Häufige Fragen zur Kiefergelenkbehandlung (CMD) in Hamburg-Blankenese
CMD steht für Cranio-Mandibuläre Dysfunktion – eine Fehlfunktion des Kauapparates, bei der das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer, Kiefergelenken und Kaumuskulatur gestört ist. Die Beschwerden sind vielfältig: Kiefergelenk-Knacken, Zähneknirschen oder -pressen, eingeschränkte Mundöffnung, starke Zahnabnutzung sowie Kopf-, Schläfen- und Nackenschmerzen.
Besonders wenig bekannt ist, dass Kiefergelenk-Schmerzen häufig als Ohrenschmerzen wahrgenommen werden – da das Kiefergelenk direkt vor dem Ohr liegt. In manchen Fällen wirkt sich eine CMD auch auf die Wirbelsäule und das Becken aus und kann dort Fehlstellungen begünstigen.
CMD entsteht in der Regel aus dem Zusammentreffen zweier Faktoren: einer Abweichung vom normalen Zusammenbiss der Zähne – etwa durch Zahnwanderung, Kippung oder starke Abnutzung – und seelisch-psychischen Belastungen wie anhaltendem Stress, Prüfungsangst oder schweren Schicksalsschlägen.
Nicht jeder mit einem ungünstigen Zusammenbiss entwickelt automatisch eine CMD. Erst wenn die körperliche Voraussetzung und der psychische Auslöser zusammenkommen, kann sich die Störung manifestieren. Eine genaue Diagnose ist daher für eine gezielte Behandlung unerlässlich.
Die erste Anlaufstelle ist in der Regel der Zahnarzt, der sowohl die Diagnose stellt als auch eine erste Behandlung einleitet. Häufig kommen dabei sogenannte Aufbissbehelfe – individuelle Zahnschienen – zum Einsatz, die Störkontakte ausschalten und den korrekten Zusammenbiss ermöglichen. Ergänzend können Übungen zur Entspannung der Kaumuskulatur hilfreich sein.
Bei ausgeprägten Kiefer- und Zahnfehlstellungen kann eine kieferorthopädische Behandlung die nachhaltigste Lösung sein. In manchen Fällen ist zusätzlich physiotherapeutische oder orthopädische Unterstützung sinnvoll – besonders wenn Wirbelsäule oder Becken ebenfalls betroffen sind.
Ja. Bei starken Fehlstellungen der Kiefer und Zähne kann eine kieferorthopädische Behandlung die Kiefergelenke langfristig in ihre natürliche Position bringen und die Zähne in ein harmonisches Verhältnis zueinander setzen. Das entlastet die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur dauerhaft.
In vielen Fällen lässt sich dadurch eine aufwendige Zahnersatz-Behandlung vermeiden, die sonst zur Korrektur der Zahnstellungen notwendig wäre. Dr. Weber in Hamburg-Blankenese berät Sie im persönlichen Gespräch, ob eine kieferorthopädische Behandlung für Ihren Befund die geeignete Lösung ist.
Ja. Zwischen Kauapparat und Bewegungsapparat besteht eine enge Wechselwirkung. Störungen im Kieferbereich können über die Muskelketten des Körpers auf die Halswirbelsäule, den Rücken und sogar das Becken ausstrahlen und dort Fehlstellungen oder Verspannungen begünstigen.
Umgekehrt können Fehlstellungen der Wirbelsäule oder ein Beckenschiefstand ebenfalls eine CMD auslösen oder verstärken. Bei anhaltenden Beschwerden kann daher eine fachübergreifende Behandlung – gemeinsam mit Physiotherapeuten oder Orthopäden – sinnvoll sein.

